NAHWÄRME

Wir haben 2005 angefangen ein Nahwärmenetz aufzubauen. So ist im Inneren Hecheln ein Bioenergiedorf entstanden das einen Anschlussgrad von 100% vorweisen kann.

Wir versorgen 13 Haushalte, einen Schweinestall, eine kleine Werkstatt und den Kuhstall (Büro und Kochendwasserreinigung der Melktechnik). Dazu haben wir viele Meter Wärmeleitung verlegt und das Netz bestmöglichst abgestimmt. Bei den Verbrauchern dienen Wärmetauscher als Übergabe und Trennung der Kreisläufe.

Seit 2017 haben wir zusätzlich einen Pufferspeicher mit 32000Liter im Netz integriert.

BIOGAS

                                                                                        

Wir produzieren seit 2005 Strom aus Biomasse. Als Einsatzstoff dient die Gülle unserer Kühe und die Gülle der Schweine unseres Nachbarbetriebes. Zusammen beträgt der Anteil am Gesamtinput rund 60%.

Desweiteren ernten bzw. verarbeiten wir verschiedenste Energiepflanzen, dies sind vorallem Gras von unseren Grünlandflächen, Mais, Zuckerrüben und etwas Getreide. Der Wildpflanzenanbau war ein Plenum-Projekt. Die ersten Erfahrungen sind durchaus positiv. Als Energiepflanze für schlechtere Ackerbaustandorte oder Ökologische Vorrangflächen wäre es eine sehr gute Alternative. Leider wurden die Wildpflanzen gerade als Ökologische Vorrangflächen vom Land nicht anerkannt und wir mussten sie somit aus unserer Fruchtfolge heraus nehmen.

Die Materialien vergären in einem beheizten, gasdichten Behälter. Rührwerke sorgen dabei für eine homogene Durchmischung. Das bei dem Gärprozess entweichende Gas wird in zwei Speichern aufgefangen und anschliessend durch ein spezielles Rohrsystem abgekühlt, getrocknet und zu den Generatoren geleitet.

Dieses sogenannte BIOGAS versorgt bis zu drei BHKWs (Blockheizkraftwerke) die zusammen 360 KW elektrische und 400 KW thermische Leistung aufbringen könnten. Die Bemessungsleistung beträgt pro Stunde 142,5KW elektrisch.
In unseren BHKWs treiben drei MAN-Motoren je einen Generator zur Stromerzeugung an. Dieser wird dann über eine Überwachungseinheit ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Seit 2015 vermarkten wir unseren Strom über ein Virtuelles Kraftwerk. Dieser "Direktvermarkter" handelt mit vielen Biogasanlagen, Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen an der Strombörse. Da ist es interessant dann möglichst viel einzuspeisen wenn der Strom gefragt und somit teurer ist. Biogas kann als einziger der drei speichern und regeln.Wir selber fahren nicht nur Saisonal/Jahreszeitlich unterschiedlich (Im Winter brauchen wir mehr Wärme und machen da auch mehr Energie) sondern lassen unser neuestes BHKW auch im Tagesverlauf vom Direktvermarkter "regeln". Das ist von 0KW (z.B. Nachts) bis 360KW möglich, im Jahresschnitt aber nicht mehr als die 142,5KW elektrische Leistung.

                 

          
            

         

PHOTOVOLTAIK


Seit 2011 haben wir zwei Photovoltaikanlagen mit rund 140KW Leistung am Netz. Diese versorgen vorrangig unseren Betrieb mit Strom. Der Rest wird ebenfalls ins öffentliche Netz eingespeist. Diesen Schritt haben wir vorallem gewagt um den Eigenstrombedarf der Biogasanlage zu decken, wir konnten so die letzten Jahre über 40% des von der Photovoltaikanlage erzeugten Stroms selbst verbrauchen.

Seit 2013 ist der gesamte Betrieb an der Eigenstromversorgung angeschlossen. Somit ist auch der Strom den wir auf der Biogasanlage verbrauchen, sowie auch der Strom der auf dem restlichen Betrieb verbraucht wird größtenteils aus erneuerbaren Energien, wird direkt am Ort der Erzeugung verbraucht und belastet die öffentlichen Netzte nicht durch Einspeisung und gleichzeitige Entnahme.